Fleisch ist keine Wasserverschwendung
Die Produktion von Fleisch hat deutlich geringere Auswirkungen auf unsere Wasserversorgung als oft angenommen. Fleisch ist bei den Deutschen nicht nur, aber besonders vor und zu Weihnachten beliebt: Der Fleischverzehr steigt hier um rund 25 Prozent.* Ob Gans und Festtagsbraten sich mit einer nachhaltigen Ernährung vereinbaren lassen?

Die Jungbullen des R&S-Markenfleischprogramms Château Boeuf ® wachsen auf den Weiden kleinbäuerlicher Betriebe auf und ernähren sich ausschließlich von Gras, pflanzlichem Futter und Mineralien. Weidehaltung kommt ohne Getreidefütterung aus. Daher verbraucht sie im Gegensatz zur konventionellen Tierhaltung deutlich weniger Wasser und stößt weniger CO2 aus.
Wasser ist nicht gleich Wasser
Häufig wird argumentiert, eine vegane oder vegetarische Ernährung sei wassersparender. Doch: „Während in der Debatte immer wieder Zahlen genannt werden, wonach ein Kilogramm Rindfleisch einen Wasserverbrauch von 15.000 Litern und die Landwirtschaft 70 Prozent des weltweiten Wasserverbrauchs verursacht, findet die Tatsache keine Erwähnung, dass es sich bei diesen Zahlen um weltweite Durchschnittswerte und zudem um unterschiedliche Wasserarten handelt“, so Dr. Malte Rubach, Ernährungswissenschaftler. So ist in Deutschland etwa der Wasserverbrauch bei der Fleischproduktion rund 50 Prozent geringer als im weltweiten Durchschnitt. „Vor allem aber wird hierzulande zu 94 Prozent Regenwasser genutzt.“, so Rubach. „Die kritische Ressource, die direkte Auswirkungen auf unsere Versorgungsknappheit hat, ist jedoch das Frischwasser.“ Dieses wird vor allem für Grundpfeiler einer veganen oder vegetarischen Ernährung wie für Zitrus- oder Hülsenfrüchte benötigt. Sie werden oft in wasserarmen Ländern angebaut, wo sie mit wertvollem Frischwasser künstlich bewässert werden müssen und damit kritisch für die Wasserversorgung in anderen Bereichen sein können.**
Regenwasser machts möglich
Der Großteil des Wassers bei der Fleischproduktion fällt für den Futtermittelanbau an (Getreideanbau, Bewirtschaftung von Feldern u.Ä.). Bei der Fleischproduktion überwiegt der Regenwasseranteil in Deutschland mit 70-90 % je nach Art stark – regionale Produktion bei genügend Regenwasser macht es möglich. Ganz im Gegensatz zur Produktion verschiedener Lebensmittel, die elementare Bestandteile aktueller vegetarischer oder veganer Ernährungskonzepte sind.**
Wie sähe es bei veganer Ernährung aus?
„Da wir Obst und Gemüse oft aus wasserarmen Regionen importieren müssen, die viel Frischwasser zur künstlichen Bewässerung nutzen, verursachen pflanzliche Lebensmittel gut 80 Prozent des Frischwasserverbrauchs der deutschen Ernährung“, so Malte Rubach. Würde sich Deutschland auf eine vegane Ernährung umstellen, wäre der Frischwasserverbrauch pro Person und Jahr etwa 50 Prozent höher als aktuell. Auch bei einer flexitarischen Ernährung sprechen wir bereits von einer Steigerung um 30 Prozent. Ursache sind eben jene Lebensmittel, die oft aus wasserarmen Regionen importiert werden müssen. Wo wenig Regen fällt, ist künstliche Bewässerung notwendig – mit wertvollem Frischwasser.** So haben beispielsweise einige Gegenden in Zentral-Chile mit einer Wasserknappheit durch den Avocado-Anbau zu kämpfen.***
Debattieren statt verteufeln
Die Meatember®-Aktionskampagne setzt sich für verantwortungsvollen Fleischverzehr ein. Ingmar Fritz Rauch, Prokurist & Mitinhaber der R&S Vertriebs GmbH sowie der Albert Rauch GmbH, spricht sich dabei für einen offenen Diskurs aus: „Das Thema Ernährung ist häufig emotional sehr aufgeladen. Umso wichtiger ist es, dass wir auch auf einer Sachebene kommunizieren und die individuellen Standpunkte differenziert miteinander austauschen. Wir arbeiten mit Wissenschaftlern zusammen und gehen auch mit polarisierenden Themen, wie hier dem Zusammenhang von Wasserverbrauch und Fleischproduktion, in den Dialog und informieren dazu regelmäßig über unsere Meatember®-Kanäle.“ Alle Kampagnenthemen finden Konsumenten auf: www.meatember.de, für den Lebensmitteleinzelhandel gibt es Aktionsmaterial für die Fleischtheke unter https://meatember.de/haendleranfrage/.